biofire-kamin-kaminbesteck-was-braucht-man-wirklich
Kaminbesteck – ein kleiner Ratgeber
10. April 2017
alle anzeigen
kaminanzuender-biofire-ratgeber

Was sind Kaminanzünder?

Kaminanzünder werden verwendet um das Entfachen von Brennholz zu vereinfachen. Es gibt diverse Arten von Kaminanzündern, welche sich für Kaminöfen, Kamine und Kachelöfen eignen. Es gibt sowohl elektrische, synthetische als auch natürliche Varianten in fester, flüssiger oder geleeartiger Form. Das Verwenden von Materialien die das Entfachen von Feuer vereinfachen und beschleunigen ist bereits seit der Steinzeit, beispielsweise durch das Verwenden von Zunder, gang und gäbe. Je nachdem was einem wichtig ist und worauf wert gelegt wird, eignet sich der eine Anzünder besser als der andere. Um die Auswahl zu vereinfachen und um einen groben Überblick zu erhalten beschreibt der folgende Artikel diverse verschiedene Anzünder, deren Verwendung und Wirkungsweise und die vor und Nachteile.

Verschiedene Arten von Kaminanzündern

Viele Brennholzhersteller bieten auch Anzünder für ihre Kunden an. Aber auch im Baumarkt oder Internet lassen sich unzählige Anbieter finden. Wichtig für die Auswahl ist jedoch in erster Linie für welchen Zweck man die Anzünder braucht.

Der Elektrische Kaminanzünder ist in seiner Systematik mit einem Tauchsieder zu vergleichen. Eine Breite spule mit großem Widerstand, also eine Spule mit einem hohen OHM wert, wird an eine Stromquelle angeschlossen und erzeugt resultierend aus dem großen Widerstand Wärme. Die Spule heizt sich auf mehrere Hundert Grad Celsius auf und ist so in der Lage, ein Feuer zu entfachen.

Der Vorteil dabei ist, dass diese Art des Kaminanzünders nahezu unbegrenzt verwendet werden kann und sich nicht selbst verbraucht. Sind die Anschaffungskosten anfangs noch recht hoch, sorgt die unbegrenzte Verwendbarkeit doch dazu, dass sich der Preis nach einigen Nutzungen zu decken beginnt.

Der Nachteil jedoch ist die eingeschränkte Flexibilität. Diese Art der Ofenanzünder ist in der Regel mit einem Netzstecker versehen und benötigt demzufolge eine Steckdose in Reichweite.

Feste Paraffinanzünder

Diese Art der Kaminanzünder bzw. Kaminofenanzünder basiert auf einer synthetischen Grundlage. Es handelt sich um in kleine Platten oder Klötzchen gepresste Stücke Paraffin. Paraffin ist ein ungiftiges und damit für den Menschen nicht weiter schädliches Gemisch aus Kohlenwasserstoffen. Es ist leicht entflammbar, geschmacklos und hat einen dezenten chemischen Geruch der jedoch mit dem Paraffin verbrennt. Darüber hinaus lässt es sich durch einfaches zerbrechen portionieren, was es zu einem idealen Kaminanzünder macht.

Der Vorteil liegt besonders in den geringen Kosten. Ein Päckchen Paraffin-Würfel ist nahezu überall erhältlich und lässt sich auch praktisch unbegrenzt lagern. Das geringe Gewicht und die einfache Handhabung von Paraffin macht es zu einem klaren Favoriten.

Der Nachteil des Paraffins ist jedoch, das sich der Geruch beim zerbrechen und Verteilen auf die Hände überträgt. Außerdem rußen die Anzünder während des Brennvorgangs und setzten einen leichten Paraffingeruch frei, bis die Würfel vollends verbrannt sind.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Sie nur ausreichend trockenes und hochwertiges Brennholz nutzen und ein solides Kaminbesteck zum Einsatz bringen. Das Biofire Experten-Team gibt Ihnen jederzeit sehr gerne Ratschläge für das Brennholz lagern.

Kaminanzünder aus Holzwolle

Bei Kaminanzündern aus Holzwolle handelt es sich um feine Holzwolle welche in Wachs getränkt wurde und somit der Entflammbarkeit einer Kerze entspricht. Diese Holzwolle Kaminanzünder brennen knappe zehn Minuten weitgehend Geruch- und rauchlos. Als typischer Ofenanzünder eignet sich also diese nach DIN EN 1860-3 geprüfte und in Wachs getränkte Holzwolle besonders gut, wenn Sie einen Kamin anzünden möchten.

Der Vorteil ist, dass diese extrem sicher und einfach in der Handhabung sind. Die Kaminanzünder aus Holzwolle bestehen nämlich aus reinem Naturholz und Wachs und sind absolut ungiftig, sowie 100% ökologisch. Da sie wie Kerzen beschaffen sind, entflammt das Material sehr schnell und einfach. Die Lagerung ist simpel und die Haltbarkeit praktisch unbeschränkt.

Der Nachteil ist jedoch, dass die Kaminanzünder aus Holzwolle aufgrund der Größe wenig platzsparend sind. Wie bei den meisten Bio-Produkten spiegelt sich die Ökologie auch in dem Preis wieder. Besonderheit: Das Entflammen von Holz, Kohle oder Briketts findet zudem punktuell und nicht flächendeckend statt.

Kienspäne

Wirklich Bio ist so genannte Kienspäne als Kaminanzünder. Schon seit alters her wurde der Kienspan als Leuchtmittel und Kaminanzünder in vielen Haushalten genutzt. Kienspäne besteht aus verharzten Kiefernhölzchen, welche eine gute und recht lange Brenndauer aufweisen. Beim Verbrennen verbreiten sie zudem einen angenehmen Geruch nach Kiefernholz.

Vorteilhaft ist der ökologische Effekt der Kienspäne, da diese die Umwelt und die Gesundheit nicht belasten und sogar einen angenehmen Duft erzeugen. Außerdem haben sie eine lange Brenndauer.

Der Nachteil jedoch sind die hohen Kosten und die starke Ruß und Rauchbildung beim Verbrennen.

Kaminanzünder Selber machen

Sollte man sich spontan dazu entschließen, eigene Anzünder zu erstellen, dann gibt es auch hierzu zahlreiche Möglichkeiten.

Für die Selbstbauvariante wird folgendes benötigt: Leere Eierkartons, Sägespäne, Wachsreste und/oder alte Kerzen.

1. Zunächst werden die Mulden des Eierkartons mit Sägespäne oder anderem brennbarem Material gefüllt und leicht festgedrückt. Als Alternative zu Sägespäne kann beispielsweise auch Holzwolle verwendet werden.

2. Anschließend wird das Kerzenwachs gesammelt und in einem kleinen Topf zum Schmelzen gebracht. Alternativ kann auch eine alte Kerze in kleine Stücke gebrochen und ebenfalls in einem kleinen Topf eingeschmolzen werden. Um Teelichter zu schmelzen können diese auch einfach auf eine warme Herdplatte gestellt werden.

3. Nun wird das flüssige Wachs über das in die Mulden gedrückte Brennmaterial gegossen, bis sich diese vollsaugt und die gesamte Masse fest zusammenklebt.

4. Der letzte Schritt: Abkühlen lassen! Der Abkühlvorgang sollte mindestens eine Stunde dauern bevor die Anzünder verwendet werden.

Bei Bedarf kann nun ein Segment des Eier-Kartons nach dem anderen abgerissen werden um als Kaminanzünder zu dienen. Auf diese Weise können Sie einen ökologischen und funktionsfähigen Kaminanzünder bequem und schnell selbst machen. Durch die Kombination aus Sägespäne und Wachs brennt der Kaminanzünder lange und mit guter Flamme, so dass sich Kaminholz bestens entzünden lässt.

Fazit

Es ist nicht ganz einfach einen Favoriten als Kaminanzünder auszuwählen. Möchte man möglichst günstige Anzünder haben, dann bieten sich Anzündwürfel auf Petroleumbasis oder Kaminanzünder aus Holzwolle und Wachs an. Hier erhält man große Mengen Kaminanzünder zu wirklich günstigen Preisen. Richtig umweltfreundlich wird es auch mit Kienspäne als Kaminanzünder. Sie sind zwar etwas teurer, belasten aber unsere Umwelt als einzige beinahe überhaupt nicht. Last but not Least haben auch die Holzwolle Kaminanzünder ihre Daseinsberechtigung als Kaminanzünder mit guten Brenneigenschaften.

Bestellen Sie jetzt den neuen Biofire Katalog 2017
Kostenlos und unverbindlich!


Kostenlos Katalog anfordern